Pitch Pine-Holz

Pitch Pine alias Loblolly-, Longleaf-, Shortleaf-, Slash- oder Southern Yellow Pine

Pitch Pine Holz Profil

Kurzbeschreibung: Pitch Pine ist ein gelblich-braunes Holz aus Nordamerika, das als Konstruktionsholz im Innen-/Außenbau, für Fußböden und Türen verwendet wird.

Alternativbezeichnung: Loblolly Pine, Longleaf Pine, Shortleaf Pine, Slash Pine, Southern Yellow Pines, Southern Hard Pines

Herkunft: Südöstliche Vereinigte Staaten, Bahamas und Mittelamerika

Beschreibung von Pitch Pine-Holz

Splint: gelblich weiß bis blaß braun; Breite nach Baumalter und Art stark variierend, meist um 5 bis 10 cm, bei Carolina Pine auch breiter
Kernholz: gelblich braun bis braun, matt glänzend.- Poren nicht vorhanden. - Holzstrahlen sehr klein und nur als feine Spiegel erkennbar. - Harzkanäle auf Längsschnitten als braune bis schwarze Linien noch wahrzunehmen.- Jahrringe durch beidseitig scharf abgesetztes, braunes Spätholz begrenzt. Frühholz gelblich weiß bis blaß braun, in feinjährigen Qualitäten oft nur doppelt bis ebenso breit wie das Spätholz. Gesamtbreite der Jahrringe hauptsächlich von Baumalter, Standort und Art abhängig, von 1 bis 20 mm schwankend; in gutem Kernholz soll die mittlere Jahrringbreite 4 mm nicht überschreiten (vgl.: "Eigenschaften"). Auf den Längsflächen entstehen durch das dunklere Spätholz betonte Fladern bzw. Streifen.
Rohdichte
bei 0% Holzfeuchte (r0):
ca. 630 kg/m³
Druckfestigkeit
(bei 0% Holzfeuchte):
ca. 56 N/mm2

Be- und Verarbeitung von Pitch Pine-Holz

Oberflächenbehandlung: Außen:
Lasuren sowie farbige Deckanstriche auf Dispersions-, Ölkunstharz· oder Alkydharzbasis. Für stark harzige Hölzer wird ein Entharzen mit Nitropräparaten empfohlen. - Bei Deckanstrichen ist eine Holzfeuchte von höchstens 12% zulässig und eine gute Kantenrundung erforderlich; die Gesamttrockenschicht soll Y.o mm betragen und durch einen mehrfachen Anstrich erreicht werden.
Innen:
Bevorzugt werden farblose oder pigmentierte Lasuren; möglich sind auch Mattierungen sowie Klar· und Farbwachse. Sofern ein besonderer Schutz gegen Versehrnutzung notwendig ist, können transparente oder deckende Lacke verwendet werden (eventuell auch nach Entharzen der Oberfläche). Splinthölzer mit Verbindung zu feuchten Böden, Wänden oder Decken sind vorbeugend mit einem Pilzschutz zu behandeln. - Die Splinthölzer sind negativ oder positiv beizbar. Bei starker Erwärmung kann durch Harzaustritt die Oberflächenbehandlung geschädigt werden; bisher haben sich sorgfältige Trocknung und eine möglichst lange Nachlagerung als Vorbeugung bewährt.
Verwendungsmöglichkeiten: Pitch Pine und ähnlich schwere Kiefern-Arten werden wegen der guten Festigkeitseigenschatten vorwiegend dort eingesetzt, wo andere Kiefernhölzer, Lärche und Oregon Pine (Douglasie) nicht mehr ausreichen. Hierbei sind wegen der grundsätzlich unterschiedlichen Pilzfestigkeit von Splint· und Kernholz diese beiden streng zu unterscheiden. Ein für die Verwendung ebenfalls wichtiger Faktor kann sich, wie bei allen Hölzern mit ausgeprägten Härteunterschieden zwischen Früh- und Spätholz, durch die Einschnittrichtung und Ringbreite ergeben (Ritt und Fladerschnitt). Kernhölzer (Pitch Pine) sind besonders geeignet für den Behälterbau und für Filterpressen in der chemischen Industrie; für Decks, Ablaufbahnen und Dockpallen im Schiffbau; Konstruktionsholz für Fenster und Fensterwände, Türen, Treppen, Tore sowie stark benutzte Fußböden; Spurlatten im Bergbau und Teile für den Maschinenbau. Splintware (Carolina Pine, Red Pine) ist im Innenausbau wegen der meist astreinen Qualität für Konstruktionen, wie Rahmen, Fußböden, Treppen und Möbel (massiv und furniert) oder in flächiger Form als Profilbrett für Wand- und Deckenverkleidungen geeignet. Bei stärkerer Beanspruchung sind Hölzer mit engringiger Struktur vorzuziehen.
Bemerkungen: ln den USA wird die Bezeichnung Pitch Pine für Plnus rigida und Red Pine für das der hiesigen Kiefer ähnliche Holz von Pinus resino·sa verwendet. - Alle Southern Yellow Pines werden auch außerhalb der USA angebaut und liefern meist ein dem Carolina Pine ähnliches Holz.- Bei den aus Mittelamerika stammenden Lieferungen sind gelegentlich auch Beimischungen des helleren und leichteren Holzes von Pinabete (Pinus pseudostrobus) zu beobachten.

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