Was muss ich beim Fußboden-Verlegen beachten?

Nützliche Tipps und Hinweise für das Verlegen Ihres Fußbodens

Bei der Verlegung von Bodenbelägen passieren oftmals viele Fehler, die die Langlebigkeit negativ beeinflussen können. Sie sollten daher den Bodenbelag auf Materialfehler hin überprüfen, für ein adäquates Raumklima sorgen, Feuchtigkeit vermeiden und den Untergrund fachmännisch vorbereiten.


Checkliste vor dem Verlegen:

  • Materialfehler: Ist das Produkt einwandfrei?
  • Raumklima: Stimmen Lufttemperatur und Luftfeuchte?
  • Feuchtigkeit: Kann Spritzwasser ausgeschlossen werden?
  • Untergrund: Ist der Untergrund fachmännisch aufbereitet?

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Möglichkeiten, wie ein Bodenbelag verlegt werden kann: Entweder kann man den Bodenbelag schwimmend verlegen oder man klebt ihn auf den Untergrund. Eine Ausnahme gibt es bei Massivholzdielen, diese können auch in eine Unterkonstruktion verschraubt werden.

Das müssen Sie beim schwimmenden Verlegen beachten:

Böden können ziemlich laut und kalt sein. Um dies zu vermeiden, werden vor der schwimmenden Verlegung Dämmungen als Unterbau verlegt. Schwimmendes Verlegen ist eine geläufige Bezeichnung für das Ineinanderklicken der einzelne Klickverbindungen (Kopf- und Stirnseite). Damit die Fugen nicht wieder aufbrechen, müssen die Elemente fugendicht ineinander geklickt werden. Als Hilfsmaterial wird ein Schlagklotz und Hammer oder eine Andruckrolle empfohlen. Kommt es nun zur Verlegung, muss das erste Parkettelement mit der Nutseite zur Wand gelegt werden und mit einem Keil oder einem Abstandshalter die benötigte Dehnungsfuge (1-1,5cm) zu jeder Wandseite hergestellt werden. Wird die Dehnungsfuge nicht eingehalten, kann das Holz nicht ausreichend arbeiten und die Klickverbindungen können aufbrechen. Die anschließenden Parkettelemente können nun ineinander geklickt werden.

Das müssen Sie beim vollflächigen Verkleben beachten:

Bei der klebenden Verlegung wird der Bodenbelag direkt auf den Untergrund verklebt. Eine Dämmung wird hier nicht verwendet, da der Kleber ebenfalls den Schall und die Wärme reguliert. Für diese Verlege Art gibt es spezielle Kleber, welche immer auf den Untergrund, die Grundierung und den zu verlegenden Bodenbelag abgestimmt sein sollen. Der Kleber kann mit Hilfe eines Zahnspachtels in der richtigen Menge (Herstellerangabe) aufgebracht werden. Auch hier muss zu jeder Wandseite eine Dehnungsfuge von 1-1,5cm eingehalten werden. Die erste Parkettreihe wird also wieder mit Hilfe eines Abstandshalters gelegt und verklebt und sollte einige Stunden trocknen. Anschließend können die restlichen Parkettteile verklebt werden. Wichtig ist, dass immer nur so viel Kleber aufgetragen wird, wie in der offenen Tropfzeit verlegt werden kann. 

Schwimmende Verlegung von Parkettboden
Vollflächige Verklebung von Fertigparkett